Teelexikon

Hier finden sie Erläuterungen zu den verschiedenen Begriffen rund um japanische Tees


A

Asamushi
Asatsuyu

B

Bancha
Bedampfung
Benifuuki
Beschattung
Blend

C

Chumushi

F

Fermentation
Fukamushi

G

Genmaicha
Grüner Tee
Gyokuro

H

Houjicha

K

Kabusecha
Kamairicha
Karigane
Koffein
Koucha
Kukicha

M

Matcha
Minami Sayaka
Mizudashi

R

Rollen


S

Sae Midori
Schwarzer Tee
Sencha
Shincha
Shiraore
Strauchvarietät

T

Tamaryokucha

W

Wasser

Z

Zairai

Asamushi

Das Wort "Asamushi" bedeutet im eigentlichen Sinne etwa "flacher Dampf". Sencha, der ein Asamushi ist, wird im Gegensatz zum Chumushi oder zum Fukamushi nur kurz bis sehr kurz gedämpft. Dadurch schließen sich zwar die Poren des Blattes und die Fermentation der Blätter wird gestoppt, aber es bleiben alle Inhaltsstoffe im Blatt in größerer Menge erhalten als bei einem normal lang gedämpften Tee (chumushi) oder gar einem sehr lange bedampften Tee (fukamushi).
Wie der Name schon sagt, geht es bei einem Asamushi um den ersten Produktionsschritt nach der Ernte, nämlich um den Bedampfungsprozess mit heißem Wasserdampf. Daher gibt es Asamushi Tees nur bei gedämpften Sorten und nicht bei anderen Sorten, die trocken erhitzt werden wie bspw. einem Kamairicha.

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Asatsuyu

Asatsuyu (jap. あさつゆ) bezeichnet eine Strauchvarietät aus der Tee produziert wird. Asatsuyu bedeutet im japanischen soviel wie "Morgentau". Diese Strauchvarietät wird gerne zur Produktion von Gyokuro verwendet, aber auch andere Teesorten werden ganz oder teilweise aus diesem Cultivar produziert. Der Vorteil des Asatsuyustrauches ist die auch ohne Beschattung vorkommende natürliche Süße im Blatt, das sonst normalerweise nur durch eine Voll- oder Teilbeschattung der Sträucher vor der Ernte erreicht wird.

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Bancha

Bancha ist der Tee, der am zweithäufigsten in Japan konsumiert wird. Nur Sencha wird häufiger konsumiert. Bancha (jap. 番茶) setzt sich aus "Ban" und "Cha" zusammen. Ban steht für "gewöhnlich", Cha für "Tee", so bedeutet Bancha wörtlich übersetzt "gewöhnlicher Tee". Es gibt zwei Erklärungen, woher dieser Name stammen könnte: Ban (jap. 番) bedeutet, wie geschrieben "gewöhnlich", steht aber im japanischen auch oft für "alltäglich". So könnte also der Charakter des Tees, das er ein Alltagstee, ein "alltäglicher Tee" ist, zu seinem Namen gebracht haben. Eine andere Erklärung ist von den für Bancha verwendeten Blättern abzuleiten. Für Bancha werden - im Gegensatz zum Sencha - in aller Regel die älteren und größeren Blätter des Teestrauchs geerntet, die "nichts besonderes", also "gewöhnlich" sind. Für Sencha hingegen werden die ganz jungen und mittelalten Blätter des Teestrauchs verwendet, die etwas besonderes sind, da erheblich feiner als die älteren Blätter des Teestrauchs.

Innerhalb Japans wird der Begriff Bancha je nach Region unterschiedlich gebraucht. In der Region um Tokio wird Bancha vor allem für den im Herbst geernteten, hierzulande als Akibancha bekannt, verwendet (aki=Herbst). In der weiter westliche gelegenen Region Uji/Kyoto wird Bancha eher für den hierzulande als Houjicha bekannten gerösteten Tee verwendet. Auch hier werden größere und ältere Blätter des Teestrauchs eher später im Jahr geerntet und verarbeitet. Vor der Röstung der Blätter, die sie zum Houjicha macht, wird der Tee Yanagi genannt. Hierzulande bekommt man hin und wieder auch Yanagicha Tee, der oft unter der Rubrik Bancha mitläuft.

Hierzulande wird als Bancha häufig der Tee aus der dritten Ernte im Herbst oder gar noch späterer Ernte bezeichnet. Im Gegensatz zu Sencha, der normalerweise in der ersten oder zweiten Pflückperiode gepflückt wird. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Blätter des Bancha normalerweise nicht gerollt werden.

In Japan ist der Bancha als Alltagstee für jeden Tag äußerst beliebt. Da er weniger Koffein enthält als ein Sencha oder andere Teesorten wie Gyokuro ist er zudem für viele Konsumenten esser verträglich.

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Bedampfung

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Benifuuki

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Beschattung

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Blend

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Chumushi

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Fermentation

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Fukamushi

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Genmaicha

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Grüner Tee

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Gyokuro

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Houjicha

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Kabusecha

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Kamairicha

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Karigane

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Koffein

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Koucha

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Kukicha

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Matcha

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Minami Sayaka

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Mizudashi

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Rollen

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Sae Midori

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Schwarzer Tee

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Sencha

Sencha ist DER Alltagstee der Japaner.

Sencha (jap. 煎茶) ist der mit großem Abstand meist produzierte Tee in Japan. Circa 78% des produzierten Tees in Japan ist Sencha. Zudem ist Sencha auch außerhalb Asiens der bekannteste und meistverkaufte grüne Tee.

Das Wort Sencha setzt sich aus dem japanischen „Sen“ und „Cha“ zusammen. „Sen“ bedeutet so viel wie „gedämpft“, „Cha“ steht für Tee. Es gibt bei japanischem Sencha eine sehr große Bandbreite von Qualitäts- und Preisspannen. Sencha gibt es sowohl als ganz einfachen Tee bis hin zu exquisiten Spitzenqualitäten, die teils von berühmten Teemeistern komponiert und nur in sehr begrenzter Menge erhältlich sind. Manche Spitzensenchas brauchen den Vergleich mit hochqualitativen Gyokuro nicht zu scheuen. Prinzipiell kann man sagen, dass die Farbe und Beschaffenheit der Blätter die Hochwertigkeit des Senchas definiert. Je feiner und dunkler grün die Blätter sind, desto feiner ist der Sencha.

Wie wird Sencha hergestellt?

Sencha ist ein unbeschatteter Tee. Anders als ein Kabusecha (Halbschattentee) oder ein Gyokuro oder Matcha, die vor der Ernte voll beschattet werden, wachsen die Blätter, die später für Sencha verwendet werden, am Teestrauch im prallen Sonnenlicht. Für Sencha werden zumeist die ganz jungen und mittelalten Blätter des Teestrauchs verwendet. Das Blattgut für einfachere Senchasorten wird durch Maschinen geerntet, Blätter, die für sehr hochwertige Senchas verwendet werden, werden per Hand geerntet und umgehend nach der Pflückung weiter bearbeitet.

In Japan wird für das Stoppen der Fermentation das Bedampfen der Blätter mit heißem Wasserdampf direkt nach der Ernte eingesetzt. Die Bedampfung beträgt zwischen etwa 10 und 180 Sekunden. In anderen Ländern wird hingegen das Blattgut in aller Regel in Pfannen geröstet. Durch die Erhitzung in Pfannen können jedoch die Blätter leicht verbrennen, was beim kurzen Bedampfen mit heißem Wasserdampf nicht passieren kann. Daher ist die Bedampfung mit Wasserdampf zum Stoppen der Fermentation erheblich schonender für die Blätter, was sich später in einem milderen Geschmack in der Tasse niederschlägt.

Sehr kurz bedampfte Senchas werden als Asamushi bezeichnet. Asamushis sind kräftiger, herber und oft intensiver im Geschmack. Lang bedampfte Senchas werden hingegen als Fukamushi bezeichnet. Fukamushi Senchas sind oft sehr mild, weich und leicht im Geschmack und weisen oftmals keinerlei Herbe oder gar Bitterkeit auf. Ist ein Sencha ein Asamushi oder ein Fukamushi, so ist dies direkt beim Tee angegeben. Normal lang bedampfte Senchas werden als Chumushi bezeichnet – wobei dieser Begriff nur sehr selten anzutreffen ist, da der allergrößte Teil der Senchas chumushi sind, also normal lange bedampft.

Durch die Bedampfung wird in den Blättern die Fermentation gestoppt, also die chemische Reaktion des an den Bruchstellen austretenden Blattsaftes mit dem Luftsauerstoff. So behält das Teeblatt seine charakteristische grüne Farbe. Nach der Bedampfung wir das Blattgut mittels heißer Luft getrocknet und anschließend gerollt. Die Blätter werden maschinell – für sehr hochwertige Sorten von Hand – zu feinen, spitzen Nadeln gerollt. Durch das Rollen der Blätter zu feinen Nadeln wird die Blattstruktur aufgebrochen, sodass sich beim Aufguss der Blätter die Inhalts- und Geschmacksstoffe besser, schneller und einfacher im Wasser entfalten können.

Wie schmeckt Sencha?

Durch die nahezu unendliche Vielfalt von Sencha gibt es keine geschmackliche Definition, wie Sencha schmeckt. Abhängig von der Region aus der der Sencha stammt und unter anderem abhängig von den verwendeten Strauchvarietäten, gibt es eine enorme Bandbreite an geschmacklichen Nuancen. Diese reichen von intensiv, herb, kräftig über ausgewogen, balanciert bis hin zu sehr fein, leicht und frisch – auch süßlich. Als grobe Faustregel kann man sagen, dass günstigere Sorten eher kräftiger und herber sind, je hochpreisiger der Tee wird, desto feiner und milder wird der Geschmack.

Wie wird Sencha zubereitet?

Die Zubereitung von Sencha ist relativ simpel. Zudem vergibt einem Sencha bei der Zubereitung eher Fehler wie bspw. zu heißes oder zu hartes Wasser und er entfaltet selbst bei nicht einhundertprozentig richtiger Zubereitung in aller Regel immer noch seinen typischen, leckeren Geschmack.

Generell nimmt man ca. 1 Teelöffel Blätter für etwa 200ml Wasser. Das Wasser sollte möglichst weich sein und keinesfalls eine höhere Temperatur als 80°C haben. Auch hier gilt wieder eine Faustregel: Je feiner der Sencha, desto kühler das Wasser. Hochwertigere Sorten können problemlos mit 50°-60° heißem Wasser zubereitet werden und entfalten oftmals bei niedrigeren Temperaturen ganz andere Geschmacksnuancen als bei heißeren Temperaturen. Die empfohlene Wassertemperatur und die empfohlene Tee- und Wassermenge sind immer auf den Packungen angegeben.

Die Ziehzeit von Sencha schwankt auch je nach verwendeter Sorte. Generell sollte man Sencha nie länger als ca. 2 Minuten ziehen lassen, viele Sorten ziehen erheblich kürzer. Sencha kann je nach Sorte bis zu vier Mal aufgegossen werden. Die Ziehzeit wird dabei in aller Regel pro Aufgussvorgang immer etwas kürzer. Da die genauen Ziehzeiten von Sorte zu Sorte unterschiedlich sind, finden Sie die genauen Empfehlungen jeweils auf der Packung angegeben.

Bitte beachten sie, dass alle Angaben auf den Packungen immer nur Empfehlungen darstellen. Möchten sie den Tee heißer oder kühler zubereiten oder mehr oder weniger Tee im Verhältnis zum Wasser nehmen, dann bereiten sie den Tee so zu, wie er Ihnen am besten schmeckt. Das ist der einzige und wichtige Punkt, auf den es ankommt.

Ist im Sencha Koffein enthalten?

Im Sencha ist, wie in allen japanischen grünen Tees, Koffein enthalten. Das Koffein im Tee wirkt aber prinzipiell etwas anders, als das Koffein im Kaffe oder in Energydrinks. Dadurch, dass das Koffein an die im Tee enthaltenen Gerbstoffe gebunden ist, wird das Koffein erst später im Verdaungssystem an den Körper abgegeben und nicht bereits im Magen vom Organismus aufgenommen. Dadurch macht das Koffein länger wach und der Energieschub durch Koffein hält erheblich länger an als der nur kurze Kick beim Kaffee.

Sencha „japanischer Machart“

Oft findet man im Internet oder Einzelhandelsgeschäften Tee nach „japanischer Machart“. Dabei handelt es sich nie um Tee aus Japan, sondern um Tee aus anderen Ländern (China, Indien etc.), die nach der japanischen Methode verarbeitet worden sein sollen. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass diese Sorten „japanischer Machart“ nachher in der Tasse leider wenig mit original japanischem Tee zu tun haben, daher raten wir davon ab, Tee „japanischer Machart“ zu kaufen und stattdessen auf original japanische Tees zu setzen.

Wir bieten bei uns ausschließlich original japanische Tees an!

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